2026 - Vortrag Asiatische Hornisse
Kampf gegen die Asiatische Hornisse in Elgg: Bevölkerung zur Mithilfe aufgerufen
Die Asiatische Hornisse ist im vergangenen Herbst erstmals in Elgg aufgetaucht. Da sie eine Gefahr für die Biodiversität und den Menschen darstellt, wollen die Gemeinde und der Naturschutzverein ihre Ausbreitung bremsen und zählen dabei auf die Unterstützung der Bevölkerung. Mit den ersten Märztagen erwacht die Natur – und mit ihr die Hornissen-Königinnen, die ab April mit dem Bau ihrer Primärnester beginnen.
Rückblick auf den Erstfund
Im September 2025 wurden die Tiere erstmals über Elgg gesichtet. Anfang Oktober entdeckte eine Spaziergängerin in Neu-Elgg ein Nest auf einem Baum, das umgehend unschädlich gemacht wurde. Imkerin Dominique Ruckstuhl warnt jedoch: «Die Chance ist gross, dass einige Königinnen ihr Winterlager bereits bezogen haben.» Um die weitere Vermehrung zu stoppen, luden die Gemeinde und der Naturschutzverein Anfang März zu einer gut besuchten Informationsveranstaltung im reformierten Kirchgemeindehaus. «Wir wollen die Bevölkerung informieren, wachsam zu sein, damit wir zusammen diese Nester finden», so Gemeinderätin Stephanie Hugentobler.
Gefahr für Bienen und Menschen
Die aus China stammende Hornisse breitete sich von Südfrankreich her bis in die Schweiz aus. Ruckstuhl betont die Aggressivität der Art gegenüber der Biodiversität: Vor allem Bienen stehen ganz oben auf dem Speiseplan, was die Bestäubungsleistung in der Landwirtschaft gefährdet. Auch für Menschen ist das Insekt nicht ungefährlich, besonders in der Nähe ihrer Nester. Das Problem: Primärnester liegen oft auf nur 1,50 Meter Höhe, während die späteren Sekundärnester hoch in Baumkronen schwer zu entdecken sind. Es gilt, die Primärnester schnell zu finden, bevor die Vermehrung massiv zunimmt.
Gemeinschaftliche Massnahme: Locktöpfe
Wie kann die Bevölkerung helfen? Eine effektive Methode sind Locktöpfe aus Alkohol und Zucker:
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Ein Gefäss (z. B. Honigglas) zu je einem Drittel mit Bier, Wein und Zuckersirup füllen.
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Deckel mit Loch versehen.
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Ein Tuch bis zum Boden des Behälters stopfen, damit es die Flüssigkeit aufsaugt und keine Insekten darin ertrinken.
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Den Topf auf 1,5 bis 2 Metern Höhe (Gartentisch oder Fenstersims) platzieren.
Sobald eine Asiatische Hornisse – erkennbar am schwarzen Körper und den gelben Beinenden – auftaucht: Fotografieren und auf der Meldeplattform www.asiatischehornisse.ch melden.
Optimismus trotz schwieriger Suche
Obwohl eine vollständige Ausrottung laut Ruckstuhl kaum möglich ist, darf man nicht tatenlos zusehen. Urs Rutishauser, Präsident des Naturschutzvereins, hofft auf breite Beteiligung. Die Suche soll zudem effizienter werden: Während im letzten Herbst noch 60 Stunden für die Nestsuche nötig waren, will man künftig verstärkt auf Drohnen mit Wärmebildkameras setzen. Die aktive Suche beginnt voraussichtlich im April, wenn die Königinnen ihre Winterquartiere verlassen.